Klönkaffee

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Sich austauschen, gemeinsam lernen und dabei wichtige Informationen mitnehmen – unter diesem Motto trafen sich 32 Landfrauen aus Damm und Bricht in der Gaststätte „Zum Fuchsbau“ in Schermbeck-Damm zu einem besonderen Nachmittag.

 

Neben Kaffee, Kuchen und Schnittchen bei netten Gesprächen, besuchten Polizeihauptkommissar Sven Deus, Bezirksbeamter in Schermbeck, und Kriminalhauptkommissar Richard Devers von der Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Wesel die Landfrauen, um über Gefahren an der Haustür, Betrug am Telefon, sowie das Auftreten falscher Polizeibeamter zu informieren. IMG_8770 

 

Fremden Personen öffnet man nicht die Tür. Das weiß eigentlich jedes Kind. Zum Einstieg erläuterte Richard Devers den interessierten Zuhörerinnen, wie man mit ungebetenen Gästen an der Haustür umzugehen hat.

Besonders eindringlich warnte er auch davor, sich am Telefon oder an der Haustür aushorchen zu lassen. „Die echte Polizei fragt niemals am Telefon nach persönlichen Vermögensverhältnissen, ob ein Tresor im Haus steht oder wie die Sicherheitslage im eigenen Zuhause ist“, betonte er. Auch würde die Polizei niemals Wertgegenstände zur „Sicherung“ abholen oder dazu auffordern, Bargeld oder Schmuck in einer Plastiktüte an die Haustür zu hängen oder vermeintlichen Zivilbeamten auszuhändigen. IMG_8769 

 

Ein weiteres Thema waren die sogenannten „Schockanrufe“ oder SMS-Betrugsmaschen“, bei denen Kriminelle vorgeben ein Angehöriger sei in einen schweren Unfall verwickelt oder gar im Gefängnis und müsse „Freigekauft“ werden. Ein solcher Fall ist so in Deutschland gar nicht möglich und würde sich niemals so abspielen. Schon bekannt war den Landfrauen die Masche, sich in einer SMS oder WhatsApp Nachricht unter dem Vorwand „Hallo Mama/Papa, das ist meine neue Nummer …“ als Angehörige/r auszugeben und um Geld bitten. „Hier gilt: Immer misstrauisch bleiben und direkt nachprüfen – in den allermeisten Fällen steckt ein Betrugsversuch dahinter“, im Zweifelsfall rufen Sie erstmal die vermeintlich Betroffenen oder andere Angehörige an und vergewissern sich, ob es ihnen gut geht, so Devers. Eine besonders gute Idee sei es, ein "Familienpasswort" auszumachen. Irgendetwas, was alle aus der Familie gut behalten können, der Name des ersten Hundes, Omas Geburtsname … Wenn man sich dann unsicher sei, ob es sich am Telefon wirklich um einen Familienangehörigen handelt, könne man erstmal nach dem Passwort fragen.

 

Mit vielen Beispielen aus der Praxis machte der Beamte deutlich, wie perfide und geschickt die Täter vorgehen – und wie man sich dagegen schützen kann. Zum Abschluss hatten die beiden Polizisten eine klare Botschaft: Niemals persönliche Daten oder Geld an Unbekannte übergeben und beim Misstrauen lieber einmal mehr bei der echten Polizei anrufen.

 

Ein gelungener Nachmittag, der nicht nur Informativ, sondern auch äußerst wichtig war, denn Niemand, ob jung oder alt, Rentner, Ingenieur, oder gar Doktor ist davor gefeit zum Opfer von Gaunern zu werden, Aufklärung ist der beste Schutz vor Betrügereien.