Landfrauen besuchen Bäckerei Imping: Handwerk, Geschichte und Genuss hautnah
An einem sonnigen Nachmittag im September machten sich 35 Landfrauen aus Damm und Bricht auf dem Weg zur Bäckerei Imping in Dorsten.
Angekommen und begrüßt durch Julia Imping, stillte ein Teil der Landfrauen im angeschlossenen Café den ersten Kaffeedurst, während der erste Gruppe Landfrauen, mit Schutzkleidung ausgestattet durch die moderne Backstube der Handwerksbäckerei geführt wurde. Sie sahen, wie mit Hilfe moderner Maschinen, aber auch noch einiger Handarbeit Teig geknetet und geformt wird, wie Brote, Brötchen und Teilchen ruhen und aufgehen und das Backgut über ein modernes Förderband in die Öfen und auch wieder hinausgelangt. Bäcker- und Konditormeisterin Julia Imping, die gemeinsam mit ihrem Bruder die Handwerksbäckerei in vierter Generation führt, erzählte den neugierigen Landfrauen einiges über die aufwändige Logistik der Belieferung der rund 20 Filialen im Einzugsgebiet von ungefähr 30 km um Dorsten. Alle Backwaren werden am frühen Morgen frisch in der Backstube gebacken und nicht, wie heute vielerorts üblich, nur noch von den Mitarbeiterinnen der Filialen aufgebacken.
Die Landfrauen erfuhren vieles über das Arbeiten nach alten Rezepturen an modernen Maschinen. Die Verbrauchszahlen von Strom und Energie, sowie Rohstoffen, wie wöchentlich hunderte Liter regionaler Milch, tausende von Hand aufgeschlagener regionaler Eier und Silozüge Mehl versetzte die Besucherinnen in Staunen. Nachhaltigkeit wird bei Impings großgeschrieben. So wird versucht, die Hitze der Öfen nach einem ausgeklügelten Backplan optimal zu nutzen und auch nur so viel zu backen wie in den Filialen verkauft werden kann. Mögliche Reste werden über TooGoodToGo angeboten und der Fuhrpark ist natürlich fast vollumfänglich elektrisch. Auch über den Spagat zwischen Mutter und Vollzeit Unternehmerin konnten sich die Frauen kurz mit Julia Imping austauschen.
Ein Besuch, der Einblicke in Tradition, Familie und modernes Bäckerhandwerk gewährte. Die Landfrauen zeigten sich beeindruckt von der Verbindung aus Tradition und Neuerung. Viele lobten die Transparenz bei der Produktion und die Offenheit der jungen Chefin.